1. Münchner Sommersymposium Schmerztherapie 2010

Sehr verehrte Damen, sehr geehrte Herren, liebe Kolleginnen und Kollegen,

vom 02. - 04. Juli 2010 wurde erstmalig in München das 1. Münchner Sommersymposium Schmerztherapie im Künstlerhaus München, Lenbachplatz 8, 80333 München veranstaltet.

Mit über 180 internationalen Teilnehmern, 26 namhaften Referenten und 15 Sponsoren freuen wir uns über den Erfolg der Veranstaltung und bedanken uns herzlich bei unseren Kooperationspartnern und Sponsoren!

Über Ihre Teilnahme im kommenden Jahr vom 01. - 03. Juli 2011 würden wir uns sehr freuen!

Themen von 2010:

Akute und chronische Schmerzen sind eine der häufigsten Gründe für einen Arztbesuch. Unsere diagnostischen und therapeutischen Möglichkeiten wachsen ständig. Die Anforderungen an Qualität und Dokumentation sowie die Verpflichtung zum leitliniengerechten Handeln wachsen allerdings noch schneller und beanspruchen zunehmende personelle und zeitliche Ressourcen. Für den primären Behandler in Praxis und Klinik entsteht hieraus angesichts knapper Ressourcen und vielfacher Restriktionen ein schmerzhafter Spagat zwischen Inhalten ärztlichen Handelns und wirtschaftlichem Druck.

Chronische Schmerzpatienten haben häufig lange Patientenkarrieren hinter sich. Sie haben einen hohen Gesprächsbedarf und erfordern oft eine multidisziplinäre Diagnostik und Therapie. Häufig suchen die Patienten nacheinander verschiedene Ärzte auf. Das führt zu verstärkter Chronifizierung. Andererseits besteht die Möglichkeit, durch klare praxisorientierte Algorithmen, Befragungs- und Untersuchungsroutinen bei Kopf-, Rücken-, und bestimmten neuropathischen Schmerzsyndromen in kurzer Zeit diagnostische Sicherheit und adäquate Therapieentscheidungen zu erreichen.

Viele chronische Schmerzpatienten haben einen Migrationshintergrund oder sind langzeitarbeitslos. Bei Patienten mit Migrationshintergrund werden insbesondere gesprächsintensive Therapien durch Verständigungsprobleme und unterschiedliche Erklärungsmodelle von seiten der Patienten und der Ärzte erschwert. Chronische Schmerzen und psychische Belastungen erschweren vielen Langzeitarbeitslosen den Wiedereinstieg in den Job. Andererseits wird die herkömmliche Sozialarbeit den sozialen Problemen chronischer Schmerzpatienten kaum gerecht. Neue Wege einer integrativen Versorgung nicht nur über die Grenzen der medizinischen Versorgungssektoren, sondern auch der Sozialgesetzbücher hinweg sind gefordert. Am Freitagvormittag wollen wir die Herausforderungen an die schmerztherapeutische Versorgung dieser Patienten darstellen.

Das Symposium hat dabei klare Algorithmen für Ihre tägliche Praxis aufgezeigt. Renommierte Experten aus der Schmerzforschung und der praktischen Schmerzmedizin haben moderne Konzepte der medikamentösen Therapie, der multimodalen Schmerztherapie sowie zum Verständnis und der Therapie chronischer Kopf- und Gesichtsschmerzen vorgestellt.

Die wundervolle Atmosphäre im Künstlerhaus am Lenbachplatz im Herzen Münchens hat zum Erfolg der Veranstaltung maßgeblich beitragen.

Herzlichst

Dr. Reinhard Thoma

Prof. Dr. Holger Kaube

Dr. Norbert Grießinger