Neue Wege in der Behandlung chronisch kranker Patienten

Informationen zum Entlassmanagement

Mit dem im Jahr 2015 in Kraft getretenen Gesetz zur Stärkung der Versorgung in der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV-Versorgungsstärkungsgesetz) soll eine gute medizinische Versorgung der deutschen Bevölkerung gesichert und weiter verbessert werden. Eine wichtige Neuregelung dieses Gesetzes ist die Einführung konkreter Regelungen zum Übergang von Patienten von der stationären und teilstationären Versorgung zur ambulanten Nachbehandlung. Intention des Gesetzgebers war es, für alle voll- oder teilstationär behandelten Patienten eine bedarfsgerechte, kontinuierliche Versorgung sowie eine strukturierte und sichere Weitergabe relevanter Informationen zu gewährleisten.

Worum geht es konkret beim Entlassmanagement ?

Nach Abschluss der teilstationären Behandlung bei uns im Haus erfolgt die Entlassung des Patienten. In bestimmten Fällen ist jedoch nach Abschluss der Krankenhausbehandlung noch weitere Unterstützung des Patienten erforderlich, um das Behandlungsergebnis zu sichern. Eine entsprechende Anschlussversorgung kann beispielsweise eine medizinische Versorgung umfassen, die z.B. ambulant erfolgt. Aber auch z.B. Terminvereinbarungen mit Ärzten, Physiotherapeuten, Selbsthilfegruppen, usw. sowie z.B. die Unterstützung bei der Beantragung von Leistungen bei der z.B. Krankenkasse (z.B. Wiedereingliederung) können von dieser Anschlussversorgung umfasst sein.

Alle unsere Patienten werden über die Maßnahmen des Entlassmanagements durch uns bei der Aufnahme informiert und beraten. Hierzu erhalten die Patienten den „Rahmenvertrag zum Entlassmanagement von Krankenhäusern“ nach § 39 Abs. 1a SGB V und § 39 Abs. 1b SGB V.

Alle geplanten Schritte werden mit dem Patienten abgestimmt und nur nach Zustimmung durchgeführt.

Am Entlassungstag erhält der Patient von uns eine „vorläufige Entlassinformation“ (mit den wichtigsten Informationen für den weiterbehandelnden Arzt) und einen „Medikationsplan“. Der „endgültige Entlassbrief“ geht den weiter- und überweisenden Ärzten in der Regel innerhalb von 7 Werktagen nach Entlassung zu.

Weiterbehandelnden Leistungserbringer steht für Rückfragen zum Entlassmanagement ihrer Patienten ein Ansprechpartner zur Verfügung (Montag – Freitag 09:00 – 19:00 Uhr, Samstag und Sonntag 10:00 – 14:00 Uhr, die Telefonnummer kann der „vorläufige Entlassinformation“ entnommen werden)