Neue Wege in der Behandlung chronisch kranker Patienten

Chronische Schmerzstörung mit somatischen und psychischen Faktoren

Bei chronischen Schmerzen liegt in der Regel ein vielschichtiges Wechselspiel zwischen körperlichen (biologischen/somatischen), seelischen (psychischen) und sozialen (Umgebung) Faktoren vor, weshalb von einem bio-psycho-soziales Krankheitsmodell ausgegangen wird. In einem komplexen Geschehen bedingen und verstärken sich alle genannten Faktoren wechselseitig und unterhalten die chronischen Schmerzen bzw. das Schmerzerleben.

Um diese Komplexität des Schmerzes ausreichend zu beschreiben, wurde 2009 die Diagnose „chronische Schmerzstörung mit somatischen und psychischen Faktoren“ eingeführt:

Eine chronische Schmerzstörung mit somatischen und psychischen Faktoren liegt vor, wenn seit mindestens sechs Monaten Schmerzen in einer oder mehreren Körperregionen bestehen, die ihren Ausgangspunkt in einem physiologischen Prozess oder einer körperlichen Störung haben. Der Schmerz verursacht in bedeutsamer Weise Leiden und Beeinträchtigungen in sozialen, beruflichen oder anderen wichtigen Funktionsbereichen.

Psychischen Faktoren haben dabei eine wichtige Rolle für Schweregrad, Exazerbation oder Aufrechterhaltung der Schmerzen, sind jedoch nicht die ursächliche Rolle für deren Beginn.

Auch wenn psychische Faktoren relevant zum Schmerz beitragen, heißt das nicht, dass der Schmerz absichtlich erzeugt oder vorgetäuscht wird.

Aufgrund der Vielschichtigkeit  haben sich in der Therapie chronischer Schmerzen „multimodale Behandlungsprogramme“, als eine effektive Behandlungsmethode erwiesen, da sie die bio-psycho-sozialen Einflussfaktoren wie auch ihr Zusammenspiel differenziert berücksichtigen.

Gerne können Sie zur Abklärung, Beratung und Behandlung Ihrer Beschwerden einen Termin in der Sprechstunde eines Schmerzmediziners des Algesiologikum MVZ - Zentrum für Schmerzmedizin in Ihrer Nähe vereinbaren.

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