Neue Wege in der Behandlung chronisch kranker Patienten

Fibromyalgiesyndrom

Die Diagnose Fibromyalgiesyndrom beschreibt chronische Schmerzen, die seit mindestens 3 Monaten in mehreren Körperregionen bestehen und mit Ein- und Durchschlafstörungen und einer vermehrten körperlichen und geistigen Erschöpfung verbunden sind. Viele Betroffene geben auch weitere körperliche Beschwerden an (Magen, Darm, Harnwege,Atmung, Herz), eine Reizüberempfindlichkeit sowie seelische Beschwerden.

Die  Betroffenen sind häufig verunsichert, weil es keine einzelne, nur für das Fibromyalgiesyndrom zutreffende Ursache gibt.

Der Name Fibromyalgie bedeutet Faser-Muskel-Schmerz und wurde ursprünglich verwendet, um Schmerzen an mehreren Körperregionen und der Weichteile zu beschreiben. Dies führte zum Begriff „Weichteilrheuma“, der jedoch irreführend sein kann, da es sich bei dem Fibromyalgiesyndrom nicht um eine entzündlich-rheumatische Erkrankung handelt. So führt das Fibromyalgiesyndrom nicht zu einer Invalidität (z. B. Rollstuhlpflichtigkeit) und nicht zu einer Herabsetzung der Lebenserwartung.

Es wird heute davon ausgegangen, dass eine Kombination verschiedener biologischer (körperlicher), psychischer (seelischer) und sozialer (die Umwelt betreffender) Faktoren an der Entstehung und Aufrechterhaltung eines Fibromyalgiesyndroms beteiligt sind.

Die Ausprägung der Symptome und Beeinträchtigungen bei Betroffenen eines Fibromyalgiesyndroms ist unterschiedlich und kann negative Auswirkungen auf die verschiedensten Lebensbereiche haben.

In den westlichen Industrienationen leiden ca. 3-4% der Bevölkerung an einem Fibromylagiesyndrom, wobei die Mehrzahl Frauen zwischen 40- 60 Jahren sind.

Die Diagnose eines Fibromyalgiesyndroms kann durch ein ausführliches ärztliches Gespräch und eine körperliche Untersuchung gestellt werden.

Bevor die Diagnose gestellt werden kann, müssen jedoch andere Erkrankungen, die ähnliche Beschwerden hervorrufen können, ausgeschlossen werden.

Ziele der Behandlung sind der Erhalt bzw. die Verbesserung der Funktionsfähigkeit im Alltag sowie der Lebensqualität und die Linderung der Beschwerden. Dabei ist es wichtig, dass die Betroffenen eine aktive Rolle übernehmen können. Voraussetzung dafür ist die Aufklärung und die Information über die Diagnose, zu der auch zahlreiche Patienten- und Angehörigen-Information beitragen.

Da das Fibromyalgiesyndrom im Laufe des Lebens immer wieder oder dauerhaft zu Schmerzen und Beschwerden führen kann, sind regelmäßige Aktivitäten sinnvoll, um die Funktionsfähigkeit im Alltag und die Lebensqualität zu erhalten und zu verbessern. Medikamente spielen in der Therapie des Fibromylagiesyndroms nur eine untergeordnete Rolle.

Gerne können Sie zur Abklärung, Beratung und Behandlung Ihrer Beschwerden einen Termin in der Sprechstunde eines Schmerzmediziners des Algesiologikum MVZ - Zentrum für Schmerzmedizin in Ihrer Nähe vereinbaren.

Für weiterführende Information zum Thema Fibromyalgiesyndrom empfehlen wir die Patientenleitlinie „"Fibromyalgiesyndrom: Das Wichtigste in Kürze" oder auch ausführlicher "Fibromyalgiesyndrom: Definition, Pathophysiologie, Diagnostik und Therapie", die auf der medizinischen Leitlinie „Fibromyalgiesyndrom“ der AWMF (Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften e.V.) beruht und auf der Homepage der AWMF abrufbar ist.

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